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Slowenien

Slowenien erklärte 1991 seine Unabhängigkeit von der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Dies löste eine militärische Intervention der Jugoslawischen Volksarmee aus. Die slowenische Territorialverteidigung verhinderte jedoch im darauf folgenden 10-Tage-Krieg die Besetzung des Landes. 2004 trat Slowenien der Europäischen Union (EU) bei und wurde Mitglied der Nato. Zum Jahreswechsel 2006/2007 wurde der Euro als Währung eingeführt.

1992, ein Jahr nach der Unabhängigkeitserklärung, wurden über 18.000 Personen, die nach der Erklärung der Unabhängigkeit des Landes keinen Antrag auf die slowenische Staatsbürgerschaft gestellt hatten, gesetzwidrig aus dem Register der ständigen Einwohner gestrichen. Die meisten dieser "Ausgelöschte Personen", die in Slowenien gelebt hatten und zumeist aus den anderen Republiken des ehemaligen Jugoslawiens stammten, unter ihnen viele Roma, wurden daraufhin staatenlos und werden bis heute benachteiligt.

Wie in allen Ländern des Westbalkan gehört auch in Slowenien die Minderheit der Roma zu den am stärksten benachteiligen Gruppen. Sie leben in mangelhaften Wohnverhältnissen, isoliert von der Gemeinschaft, verfügen nicht über ausreichende Sicherheit ihres Landbesitzes und haben oftmals keinen Zugang zu Wasser, sanitären Anlagen und Elektrizität. Romakinder haben meist keinen ausreichenden Zugang zu schulischer Bildung.

Links zu Materialien und Aktionsaufrufen zu Slowenien:

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