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29.03.2012

Vergewaltigungen in Bosnien und Herzegowina

Tausende Frauen und Mädchen, die während des Krieges 1992 bis 1995 in Bosnien und Herzegowina systematisch von Soldaten und Paramilitärs vergewaltigt wurden, warten bis heute auf Wiedergutmachung. Mehr als 16 Jahre nach dem Ende des Krieges müssen die überlebenden Opfer alleine mit den Folgen ihrer Vergewaltigung zurechtkommen - ohne juristische, medizinische, psychologische und finanzielle Unterstützung. Kaum einer der Täter wurde in der Zwischenzeit vor Gericht gestellt.

Flucht nach Tuzla

Viele Frauen und Mädchen flüchteten während des Krieges nach Tuzla im Nordosten von Bosnien und Herzegowina. Viele von ihnen blieben nach dem Ende des Konflikts dort. Der heute erschienene Bericht dokumentiert die heutige Lebenssituation Hunderter betroffener Frauen: die meisten von ihnen leben ohne Unterstützung am Rande der Gesellschaft. Die überlebenden Opfer berichteten Amnesty International von ihren physischen und psychischen Problemen, unter denen sie immer noch leiden.

Seit vielen Jahren keine Fortschritte

In den letzten Jahren hat sich, trotz gegenteiliger Versprechen seitens der Regierung, praktisch nichts getan. Amnesty International fordert die Regierung in Bosnien und Herzegowina auf, endlich für eine angemessene Versorgung der Frauen und für eine wirksame Strafverfolgung der Täter zu sorgen.

Bericht 'Old Crimes Same Suffering' No justice for survivors of wartime rape in North-East Bosnia and Herzegovina