Amnesty International Koordinationsgruppe Westbalkan

Impressum | Login

Koordinationsgruppe Westbalkan

StartseiteJahrestag des Massakers von Srebrenica

Was ist auf dem Bild zu sehen?

10.07.2011

16. Jahrestag des Massakers von Srebrenica

Am 10. Juli 1995 rückten die bosnisch serbischen Streitkräfte in die UN-Sicherheitszone von Srebrenica ein. In den folgenden Tagen wurden ungefähr 8.000 bosnisch muslimische Jungen und Männer ermordet. Das Massaker von Srebrenica gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa nach dem Ende des zweiten Weltkriegs.

Ratko Mladic in Den Haag angeklagt

Ratko Mladic, General der bosnisch serbischen Streitkräfte im Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 wurde erst im Mai dieses Jahres in Serbien verhaftet und ist beim Internationalen Gerichtshof für das ehemalige Jugoslawien wegen der Kriegsverbrechen in Srebrenica angeklagt.

Viele Kriegsverbrechen weiter ungesühnt

Amnesty International muss auch mehr als 15 Jahre nach Ende des Bosnienkrieges feststellen, dass viele Kriegsverbrechen - nicht nur in Srebrenica - weiter ungesühnt bleiben. Amnesty erinnert im Rahmen des Jahrestags des Massakers von Srebrenics auch an die vielen tausend Schicksale von Personen, die während des Krieges in Bosnien und Herzegowina 1992 bis 1995 in allen Teilen des Landes verschwunden sind. Bei einem Teil von Ihnen konnten die sterblichen Überreste inzwischen gefunden und identifiziert werden.

Amnesty fordert die Behörden von Bosnien und Herzegowina auf, dringend weitere Schritte zur Identifizierung von vermissten Personen zu unternehmen, die Verantwortlichen für die Kriegsverbrechen vor Gericht stellen und die Opfer von Kriegsverbrechen und ihre Familien, wie in internationalen Standards vorgesehen, zu entschädigen. Amnesty International fordert die internationale Gemeinschaft auf, Bosnien und Herzegowina bei der Bewältigung seiner Vergangenheit zu helfen.

Stellvertretend für die während des Kriegs verschwundenen und teilweise nachweislich ermordeten Personen hat Amnesty die drei Fälle von Avdo Palić, Dragan Mitrović und Pater Tomislav Matanović und seinen Eltern dokumentiert. Wir bitten Sie, die hier vorbereiteten Musterbriefe herunterzuladen und an die zuständigen Staatsanwälte in Bosnien und Herzegowina zu schicken.